Das Vertrauen in das Miteinander trägt in die Zukunft
Das Treffen begann mit einer Keynote der Zukunftsforscherin und Publizistin Kübra Gümüşay zu den Fragen: Was ist eine Utopie? Wieso fällt es uns schwer, über Zukünfte zu sprechen? Ihre Ideen und Analysen zogen das Publikum in ihren Bann und öffneten neue Gedankenwege. Sie motivierte dazu, über die Gegenwart hinauszuschauen, denn neue Systeme und Ideale zu denken, ist ein Akt des Widerstands gegen die, die düstere Zukünfte konstruieren und mit negativen Narrativen die Gegenwart festzuhalten versuchen. Kübra Gümüşay rief eindringlich dazu auf, Gerechtigkeit und ein gutes Leben nicht nur zu postulieren, sondern sie vielmehr erfahrbar und damit zur Realität zu machen. Mit Schwarzmalerei recht zu haben, bringt schließlich keine Verbesserung – und das ganze Wochenende über zeigten die Stipendiat:innen mit ihrem freundschaftlichen, offenen Miteinander, mit ihrer Begeisterung und ihrem Wissensdrang, dass eine gute Zukunft keine Utopie bleiben muss.
Die Arbeit an der Zukunft begann in den Workshops der Stipendiat:innen für die Stipendiat:innen: Hier konnten sie ihre Interessen teilen und ihre Ideen zu ganz verschiedenen Themengebieten vorstellen. Die Themenvielfalt reichte von Erster Hilfe und philosophischen Perspektiven auf Design über eine Auseinandersetzung mit dem Narrativ von rechter Hegemonie bis hin zu Microchips, Illustration und Imposter-Phänomen. In den Workshops fand ein tiefgehender Austausch statt, der von echtem Interesse an den Gedanken der anderen zeugte. Ergänzt wurde das Workshop-Programm durch Sportaktivitäten, bei denen neue und alte freundschaftliche Bande gestärkt wurden.
Im Podiumsgespräch zwischen Christian Wolfgang Claussen, dem Vorsitzenden des Stiftungsrats, und Prof. Dr. Regina Back, dem Geschäftsführenden Vorstand, lernten die Teilnehmenden mehr über die Geschichte der Stiftung und konnten ihre Fragen rund um unsere Arbeit stellen. Inhaltlicher Abschluss war am Sonntag Caroline Weimanns Vortrag über ihre Arbeit bei JoinPolitics. Sie berichtete über die Netzwerkarbeit mit Menschen, die als politische Akteur:innen mit großen Ideen und viel Motivation Probleme unserer Gesellschaft im Rahmen unseres demokratischen Systems ändern möchten. Dank sehr offener und persönlicher Fragen rund um die Herausforderungen in der aktuellen Politik entstand eine angeregte Diskussion, die einmal mehr zeigte, wie engagiert sich die Stipendiat:innen mit unserer Welt auseinandersetzen.
Die fachlichen Programmpunkte fanden Ergänzung im Kneipenquiz und Spieleabend, bei einer Filmvorführung, der Open Stage, Party und Karaoke. Die Open Stage setzte die Talente der Community hervorragend in Szene – charmant moderiert von Nikita Petrosian und Emanuel Meshvinski. Bei der Party zeigten Jana de Troyer und Daniel Bucurescu, dass auch live gespielte minimal music die Tanzfläche füllen kann, wohingegen bei der Karaoke bis in die frühen Morgenstunden definitiv "maximal" das Motto war.
Das Stipendiat:innentreffen zeigt das Beste unserer Community: Junge Menschen, die sich offen begegnen, die sich gegenseitig anfeuern und ihr Wissen und ihre Begeisterung bereitwillig teilen. Dieses Miteinander trägt uns und beflügelt uns auf dem Weg in die Zukunft. Es beweist die Stärke, die in der Gemeinschaft unterschiedlichster Menschen mit gemeinsamen Werten liegt. Wir ziehen daraus große Zuversicht und danken allen, die dabei waren. Hard Land